Aktuelles

Wir haben eine neue Telefonnummer:
06172 - 597 66 0 !!!
 

 

Neue Herausforderungen für die Tafel Hochtaunus

Eigentlich sind wir bei der Tafel Hochtaunus gerade guter Dinge. Eben erst haben wir neue Räumlichkeiten in Bad Homburg bezogen und den Betrieb dort aufgenommen. Alles ist gut gelaufen. Doch schon zeigen sich neue Herausforderungen.

Zum einen wird die Personaldecke bei den ehrenamtlichen Fahrern dünn. Für die freiwillig Engagierten, die für die Koordinierung der Fahrdienste verantwortlich sind, wird es zunehmend schwierig, die Touren zu besetzen. Frische Man- und Womanpower wäre hier sehr willkommen.

Zum anderen kommt es immer häufiger vor, dass die Tafelfahrer bei ihren Touren von den Supermärkten so wenig Lebensmittel mitbringen, dass die Körbe für die Kunden kaum gefüllt werden können. Zwar müssen die Bedürftigen, die die Tafel aufsuchen, am Ende nie mit leeren Händen nach Hause gehen. Möglich ist das aber nur, weil die Tafel auf Vorräte haltbarer Lebensmittel zurückgreifen kann, die sie durch große Kampagnen von Supermarktketten oder Sammelaktionen von Jugendgruppen erhält.

„So schön es ist, dass wir nun einen großen Laden in Bad Homburg haben,“ sagt daher Stefanie Limberg, die Leiterin des Diakonischen Werks Hochtaunus, das Träger der Tafel ist, „ohne eine ausreichende Zahl an Fahrern und genügend Lebensmittelspenden können wir nicht die Unterstützung leisten, die unsere Kunden brauchen.“

Wer uns bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unter die Arme greifen möchte, ist eingeladen, sich beim Diakonischen Werk unter der Telefonnummer 06172- 597 66 0 zu melden oder unser entsprechendes Kontaktformular  zu verwenden. Wer gerne für die Tafel fahren möchte, benötigt nicht mehr als den normalen Führerschein der Klasse B.

Wer Lebensmittel spenden will, kann dies auch gerne tun. Wichtig ist allerdings, dass es sich dabei um lange haltbare Lebensmittel handelt wie z. B. Reis, Nudeln, Öl, Mehl, Kaffee etc., die originalverpackt sind und am besten das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht überschritten haben. Auch Konserven bieten sich dementsprechend an. Die Lebensmittel müssen nicht unbedingt neu gekauft sein. Im Gegenteil! Da uns daran gelegen ist, der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken, würden wir Lebensmittel z. B. aus Haushaltsauflösungen ebenfalls gerne annehmen. Will man diese nicht wegwerfen, kann man sie bei uns gut aufgehoben wissen. Die Tafel wird sie auf jeden Fall sinnvoll verwenden.

Treue Unterstützung von der Ahmadiyya-Gemeinde

Zum nun schon vierten Mal veranstaltete die Ahmadiyya-Gemeinde in Oberursel einen Charity-Lauf und bedachte dabei erneut die Tafel. Die rührige Gemeinde mobilisiert für die Aktion jährlich Jung und Alt aus ihren eigenen Reihen und versucht auch immer wieder "gemeindefremde" Lauffreudige an den Start am Taunusinformationszentrum an der Hohemark zu bringen.

Während dies im letzten Jahr einigermaßen gut gelungen war, nahmen im Oktober 2018 nicht ganz so viele Nicht-Gemeindemitglieder an dem Lauf teil, was daran gelegen haben könnte, dass er relativ kurzfristig angekündigt worden war. Die Verantwortlichen der Gemeinde waren aber zuversichtlich, im nächsten Jahr wieder mehr "Externe" erreichen zu können.

Für die Tafel war der diesjährige Lauf in jedem Fall ein Segen. Die Startgelder und ein Zuschuss der Gemeinde aus der eigenen Kasse brachten ihr eine Spende von 450 € ein.

Zum zweiten Mal: Vielfalt erleben und genießen

Zum zweiten Mal fand im September 2018 die Interkulturelle Woche im Hochtaunuskreis statt. Die Tafel beteiligte sich wieder in herausragender Weise daran, indem abermals zu einer "Tafel der Vielfalt" geladen wurde. Während sie im letzten Jahr in Friedrichsdorf stattfand, wurde sie diesmal im Usinger Land ausgerichtet, und zwar in der Stadt mit der einzigen Ausgabestelle, die die Tafel dort unterhält, also in Neu-Anspach.

Die Organisation des Benefizessens mit der besonderen Note erfolgte diesmal in Kooperation mit dem Verein basa e.V., genauer gesamt mit Ursel Oestreich, Hauptverantwortliche für das von der Aktion Mensch geförderte Projekt FAIRWÄRTS im Café Hartel. Der Verein stellte in der Alten Schule in Anspach auch die Räumlichkeiten für das Event.

Gekocht wurde wie im letzten Jahr von Tafelkunden. Diese zauberten ein überwältigendes sowohl pikantes als auch süßes Büffet mit köstlichsten Speisen, die diesmal vorrangig aus dem vorderen Orient stammten.

Ein kulturelles Rahmenprogramm wurde ebenfalls geboten. Das Ehepaar Petra und Peter Sassenhagen spielten traditionelle irische Musik, zu der die Tochter einer der Köchinnen spontan eine hinreißende Tanzeinlage gab. Birgit Bach-Ernst am Klavier und ihre Tochter Mona am Cello leisteten einen klassischen Beitrag: Sie spielten ein wunderbares Stück aus "Ruralia Hungarica" von Ernst von Dohnányi. Den Abschluss fand die Veranstaltung diesmal auf gesprochene Weise, nämlich mit dem Vortrag des Märchens "Die kleinen Leute von Swabedoo" durch Merle Lotz.

"Fröhliche Stimmen" für eine gute Sache

Singen ist ja bekanntlich gut für Seele und Körper. Dass es das nicht nur für diejenigen sein kann, die selbst singen oder die unmittelbar zuhören, das stellte der Gospelchor "Joyful Voices" am 25. August 2018 in der Christuskirche in Oberursel unter Beweis. Denn die Sängerinnen und Sänger des Chores sangen sich an diesem Tag unter dem Dirigat von Chorleiterin Gunilla Pfeiffer für die Tafel die Seele aus dem Leib.

Für das Konzert, das sie in der Brunnenstadt gaben, musste man eigentlich gar keinen Eintritt bezahlen. Die evangelische Kirche war entsprechend voll. Am Ende des Konzerts wurden die Konzertbesucher von Monika Weth, einem Chormitglied, das im Fundraising-Team der Tafel ist und die ganze Sache eingefädelt hatte, jedoch darum gebeten, ihre Wertschätzung und die Dankbarkeit für die Darbietung des Chores durch eine Spende für die Arbeit der Tafel auszudrücken.

Das Ergebnis, das bei der abschließenden Kollekte erzielt wurde, lässt darauf schließen, dass die Zuhörenden mehr als begeistert gewesen sein dürften. 3.600 € wurden eingesammelt! Da blieb den Verantwortlichen von der Tafel fast nur übrig, selbst in Jubelgesänge auszubrechen und "Oh, happy day!" anzustimmen.

Spontane Ideen sind die besten

Das Ehepaar Bender aus Oberursel unterstützt die Tafel schon lange gerne und tatkräftig. Beim Brunnenfest in Oberursel kam es nun zu einer erneuten, diesmal ganz spontanen Unterstützungsaktion zugunsten der Tafel. Ein Auftritt der Benders mit ihrer Band "Frau Mona" endete mit einem für musikalische Darbietungen auf der Straße üblichen Ritual: Es wurde ein Hut herumgereicht. Diesmal geschah dies allerdings nicht, um die "Gage" bei den Zuhörenden einzusammeln. Elke Bender hatte vielmehr den glorreichen Einfall, die Sammlung gewissermaßen als "Kollekte" zugunsten der Tafel durchzuführen. Das kam auch beim Publikum gut an: Am Ende landeten 110 € im Hut. Dazu kann man nur sagen: "Chapeau!"

Frühlingszeit ist Spargelzeit ist Spendenzeit

Jedes Jahr entlastet der Kreisverband der DEHOGA Ehemänner bei der Vorbereitung des Sonntagsessens am Muttertag. Er bietet einen für manchen Hobbykoch unerlässlichen Service: das Schälen des Spargels. Nichts ist schließlich weniger ersprießlich, als sich während des Essens holzige Reste der weißen Stangen aus dem Mund klauben zu müssen. Dank der Schäl-Dienstleistung des DEHOGA können sich die beglückten Mütter und Ehefrauen aber alle Jahre wieder auf ein ungeteiltes Spargelvergnügen an ihrem Ehrentag freuen.

Doch nicht nur den Spargelkonsumenten kommt dieser Service zugute. Auch die Tafel Hochtaunus profitiert davon. Denn der Verkauf des geschälten Spargels erfolgt schon viele Jahre zu ihren Gunsten. 2018 war das nicht anders. Zwar fiel die Aktion in Bad Homburg dem Weinfest zum Opfer. Dafür wurde in Oberursel aber offenbar umso fleißiger geschält und verkauft. Denn für die Tafel sprangen schließlich satte 1.000 € heraus.  

EDEKA Tütenaktion wieder voller Erfolg

Erneut wurden in den EDEKA-Märkten im Hochtaunuskreis Tüten für die Tafel verkauft, die allerhand haltbare Lebensmittel enthielten. Kunden der Märkte konnten die Tüten erwerben, um sie dann an die Tafel zu spenden. Allein im EDEKA-Markt in den Louisen-Arkaden in Bad Homburg kamen auf diesem Weg fast 50 Tüten zusammen.

Aktionen wie diese, bei denen gerade haltbare Lebensmittel wie Marmelade, Nudeln, Reis etc. für die Tafel eingesammelt werden, sind eine wichtige Ergänzung zu denn sonstigen Lebensmittelspenden, die die Tafel von Supermärkten, Bäckereien und anderen Lebensmittelhändlern erhält. Denn hierbei werden in der Regel nur verderbliche Waren gespendet, die auch in einem recht engen Zeitfenster ausgegeben werden müssen.

Die Spende haltbarer Lebensmittel hilft dagegen nicht nur, das Angebot für die Kunden der Tafel etwas umfangreicher zu gestalten. Sie ist auch unabdingbar dafür, dass in Zeiten, in denen wenig sonstige Waren an uns abgegeben wird, die Körbe für die Kunden dennoch gut gefüllt werden.